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Forschungsprojekt · laufend

Selbst.Verständlich

Kommunikation verstehen. Selbstständigkeit ermöglichen.

Menschen, die Unterstützte Kommunikation nutzen, können Wünsche, Fragen und Entscheidungen ausdrücken – auch darüber, was sie im digitalen Raum tun möchten. Viele darauffolgende digitale Handlungen lassen sich dann trotzdem nur mit Unterstützung anderer Personen ausführen. Selbst.Verständlich untersucht, wo diese Lücke im Alltag entsteht und wie Technologie dazu beitragen kann, sie zu verringern.

Laufzeit
Oktober 2025 – Juni 2027
Förderung
FFG Expedition Zukunft Innovation
Projektleitung
Independo GmbH
Status
Laufend

Projektprofil bei der FFG (öffnet in neuem Tab)

Wenn Kommunikation endet, bevor die Handlung beginnt

Nach dem Wetter fragen. Eine Nachricht verschicken. Informationen suchen. Einen digitalen Dienst verwenden.

Menschen, die Unterstützte Kommunikation nutzen, können solche Wünsche und Entscheidungen ausdrücken. Trotzdem muss die eigentliche digitale Handlung häufig eine andere Person ausführen.

Zum Beispiel kann eine Person mit ihrem Kommunikationsgerät nach dem Wetter fragen – aber nicht ohne Weiteres selbst die Wetter-App öffnen, den Ort auswählen und sich die Vorhersage vorlesen lassen. Dafür ist oft weiterhin Unterstützung durch eine andere Person nötig.

Nicht die Kommunikation der Person ist das Problem. Digitale Systeme sind meist nicht darauf ausgelegt, Eingaben aus Unterstützter Kommunikation zu verstehen oder daraus direkt eine Handlung zu ermöglichen.

Was wir herausfinden wollen

In welchen Alltagssituationen entsteht eine Abhängigkeit zwischen dem Ausdruck einer Person und einer digitalen Handlung? Und wie können technische Systeme diese Lücke sinnvoll überbrücken?

Dafür betrachten wir nicht nur einzelne Kommunikationshilfen, sondern auch die Situationen, Personen und digitalen Systeme rund um Kommunikation und Handeln.

Wie wir forschen

  1. Schritt 1

    Alltag beobachten und verstehen

    Wir begleiten Menschen, die Unterstützte Kommunikation nutzen, in ausgewählten Alltagssituationen und untersuchen, wo Kommunikation auf digitale Barrieren trifft.

  2. Schritt 2

    Situationen analysieren

    Das Material wird qualitativ ausgewertet, um wiederkehrende Anforderungen und besonders relevante Nutzungssituationen zu verstehen.

  3. Schritt 3

    Ansätze entwickeln

    Gemeinsam mit Expertise aus Unterstützter Kommunikation, Linguistik und Technologie entwickeln wir mögliche technische Ansätze.

  4. Schritt 4

    Prototypen erproben

    Ausgewählte Ansätze werden prototypisch umgesetzt und gemeinsam mit Nutzer:innen getestet und weiterentwickelt.

Forschung mit der Community

Das Projekt bringt Erfahrungswissen und Fachwissen zusammen. Beteiligt sind:

Von Beobachtung zu Prototyp

Auf Basis der Forschung entwickeln und erproben wir im Projekt einen KI-gestützten Prototyp, der untersucht, wie Kommunikation in Unterstützter Kommunikation mit digitalen Handlungen verbunden werden kann.

Der Prototyp ist Teil des Forschungsprojekts und keine Ankündigung eines fertigen Independo-Produkts.

Gefördert durch

Zum Weiterlesen im Blog

Ein Beitrag zum Start des Projekts – und einer, der erklärt, was Unterstützte Kommunikation überhaupt ist.

Was bisher veröffentlicht ist

Selbst.Verständlich läuft bis 2027. Erkenntnisse, Methoden und Materialien ergänzen wir hier, sobald sie zur Veröffentlichung bereit sind.

Mehr Forschung bei Independo

Jedes Projekt hat eine eigene Seite: mit der Frage dahinter, unserer Arbeitsweise und den bisher veröffentlichten Ergebnissen.

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